b4p trends #5-2019: Automarkt, quo vadis? E-Mobilität wird immer gefragter

Dieselgate, heiß diskutierte Fahrverbote, anhaltende Fridays-for-Future-Proteste: Die aktuellen Debatten und Skandale gehen nicht spurlos an den deutschen Autofahrern vorbei. Was denken sie über E-Mobilität? Was halten sie von Tempolimits? Und welche Argumente zählen für sie beim Autokauf? Pünktlich zur Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt gibt die b4p trends Erhebung der Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung (GIK) [1] Antworten auf die wichtigsten Fragen. Eindeutige Ergebnisse: Die Deutschen bleiben ihrer Autoliebe zwar weitestgehend treu, würden der Umwelt zuliebe aber vom Gas gehen und wünschen sich mehr E-Mobilität.

Autos bedeuten Mobilität und Freiheit: Rund 60 Prozent der Befragten sehen sich selbst als ausgesprochene Autofans. 82 Prozent sind sogar der Überzeugung, dass ihnen allein das Auto die nötige Mobilität bietet. Dementsprechend verwundert es nicht, dass Fahrverbote in Innenstädten bei ihnen nicht auf große Zustimmung stoßen. Gerade einmal 40 Prozent halten ein entsprechendes Verbot für eine gute Idee. Dagegen sind 74 Prozent der Meinung, dass Autofahrer bereits genug gegängelt werden, es bräuchte keine weiteren Verbote. Aber: Die Umfrage der GIK unter Führerscheinbesitzern ab 16 Jahren zeigt auch, dass sich „etwas tut“ auf Deutschlands Straßen und in den Köpfen der Menschen.

Runter vom Gas, rein ins E-Auto
Bei 42 Prozent der Befragten fährt mittlerweile das schlechte Gewissen mit: Sie sind grundsätzlich der Meinung, dass das Autofahren weitgehend eingeschränkt werden sollte, um die Belastung der Umwelt zu reduzieren. Damit einher geht das steigende Interesse an neuen Mobilitätskonzepten. Bei den Befragten, die in den kommenden zwei Jahren einen Autokauf planen, führt zwar immer noch der klassische Benziner (70 Prozent) die Rangliste an. Auf Platz 2 und 3 kommen jedoch bereits Hybrid- und Elektroautos mit 35 bzw. 28 Prozent in Betracht. Interessant: Bei den Menschen, die die Anschaffung eines Neuwagens planen, liegen Plug-in-Hybride (27 Prozent) noch vor Benzinern (23 Prozent). Vor allem Männer sowie die jüngere Zielgruppe informieren sich zudem aktiv über Hybrid- oder E-Autos. 28 Prozent der Menschen mit Führerschein räumen sogar ein, dass sie eigentlich gar kein Auto benötigen. Ihnen würden Fahrrad und öffentliche Verkehrsmittel reichen

Wo es beim Antrieb gefühlt noch hakt – Barrieren beim Kauf eines E-Autos
Es gibt jedoch noch einige gefühlte Hürden und Unsicherheiten: Allen voran fürchten die Befragten einen zu hohen Anschaffungspreis (59 Prozent), diese Sorge ist vor allem bei den Frauen vorherrschend. Um eine unzulängliche Reichweite sorgen sich 57 Prozent der Befragten, darunter besonders Männer. Als weitere Hemmnisse werden unter anderem fehlende Ladestationen (53 Prozent) und zu lange Ladezeiten (49 Prozent) aufgeführt. Die Skepsis gegenüber strombetriebenen Autos ist bei genauer Betrachtung eine Generationenfrage: Während die über 50-Jährigen dem Thema E-Auto grundsätzlich misstrauischer gegenüberstehen, zeigen sich die jüngeren Autofahrer offener und optimistischer. Generell scheint aber die Mehrheit der deutschen Führerscheinbesitzer an das Konzept E-Mobilität zu glauben: Ganze 66 Prozent wünschen sich hier eine stärkere Förderung seitens der Politik.

E-Auto-Käufer sind bereit mehr zu zahlen
Unabhängig von der Antriebsfrage ist das Kaufinteresse der Deutschen an Autos nach wie vor groß: 36 Prozent der Menschen mit Kaufabsicht würden sich einen Neuwagen anschaffen, 18 Prozent einen Jahreswagen und 34 Prozent ein gebrauchtes Auto. Im Durchschnitt liegt ihr Budget hierfür bei 22.700 Euro. Am großzügigsten kalkulieren die 30- bis 49-Jährigen mit rund 25.700 Euro. Potenzielle E-Auto-Käufer planen mit einem Budget von 27.500 Euro sogar noch etwas mehr ein. Neben den Neuheiten der E-Branche stoßen auch andere technische Innovationen wie Connected Cars oder Fahrsicherheits-Assistenzsysteme auf Interesse: Vor allem jüngere Autofahrer (56 Prozent) und Männer (58 Prozent) begeistern sich für diese Neuheiten. Im Alltag relevanter sind aber für drei Viertel der Befragten technische Helfer wie Abstandswarner oder Totwinkelassistenten.

Lebensphase beeinflusst die Wahl des Automodells
Wer steigt nun in welches Auto? Nicht selten entscheidet hier die Lebensphase, in der sich die Befragten mit Autokaufabsicht gerade befinden. Die Jüngeren haben aus finanziellen Gründen meistens einen Kleinwagen im Auge, während sich die über 50-Jährigen überdurchschnittlich für Mini-SUVs begeistern. Die mittlere Altersklasse setzt – entsprechend der Familienphase – häufig auf SUVs, Kompakt- und Mittelklasse-Autos sowie kompakte Vans. Was die Mehrheit eint: Selbstfahrenden Autos stehen die Deutschen abwartend bis skeptisch gegenüber, nur 40 Prozent der Befragten sind bislang von dieser Art des Fahrens fasziniert.

Weitere spannende Ergebnisse und Informationen zur neuen b4p-trends-Studie und zu den anderen Trendstudien finden Sie unter b4ptrends.media (www.gik.media/b4p-trends/).

 

[1] Basis: n=1.011 Personen, repräsentativ für die deutsche Online-Gesamtbevölkerung gewichtet nach Alter, Geschlecht (gekreuzt), Bildung laut b4p 2018 III (Onliner in den letzten 3 Monaten).
Führerscheinbesitzer ab 16 Jahren. Befragungszeitraum: 16.07. - 22.07.2019

 

Mehr zu b4p Trends
Der Studien-Satellit best for planning trends (b4p trends) bietet die Möglichkeit, binnen weniger Wochen Daten zu hochaktuellen Themen rund um Mediennutzung, Produktneuheiten und Konsumverhalten zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig prüft die GIK so, wie relevant aktuelle Entwicklungen sind, schätzt damit das Potential für die Hauptstudie b4p ab und hält diese auf dem neuesten Stand. Die Studienergebnisse der b4p trends werden per Online-Befragung in 6 bis 10 Wellen pro Jahr erhoben. Stichprobe und Grundgesamtheit: ca. n=rund 1.000 Fälle je Welle, repräsentativ für die deutsche Online-Gesamtbevölkerung ab 14 Jahren.

 

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