Historie 1946 - 1965

1946

Der Neubeginn: Mit nur 15 Mitarbeitern nimmt der Heinrich Bauer Verlag die Verlagsgeschäfte wieder auf. Darunter ist auch der gebürtige Schlesier Siegfried Moenig, der als kaufmännischer Leiter in das Unternehmen eintritt und ab 1961 Generalbevollmächtigter wird.
Die Bestseller in den ersten Monaten nach Wiederaufnahme der Geschäftstätigkeit sind die Hamburger Lohnsteuertabellen, ebenso Titel wie Deutsches Recht oder das Steuer- und Zollblatt.

1949

Nach dem Tod Heinrich Bauers wird Alfred Bauer alleiniger Inhaber des Unternehmens.

1953

Unter dem Namen Hören und Sehen fasst der Heinrich Bauer Verlag elf verlagseigene Rundfunktitel zu einer Publikation zusammen, die ab 1962 zur heutigen tv Hören und Sehen wird.

Verleger Alfred Bauer erfüllt sich einen lange gehegten Traum: Die Jugendzeitschrift Rasselbande wird herausgebracht. Von zunächst 180.000 Exemplaren steigt die verkaufte Auflage auf über eine halbe Million Exemplare.

1954

Umfirmierung der Einzelgesellschaft „Heinrich Bauer“ in „Heinrich Bauer Verlag“.

1958

Heinz Heinrich Bauer (geb. 1939) tritt in den Verlag ein.
Das Familienunternehmen expandiert: Mit dem Erwerb der Zeitschriften Neuer Schnitt, Elsa Moden und Wäsche vom Wiesbadener Verlag Schwabe macht das Haus den ersten großen Schritt in Richtung Mode. Aus diesen Frauenzeitschriften geht später die Neue Mode hervor.

1961

Der Heinrich Bauer Verlag kauft den Kurt Müller Verlag in Düsseldorf und damit auch die Rundfunk- und Fernsehzeitschrift TV Fernsehwoche und den Wochentitel Neue Post. Ab 1966 ist die Illustrierte als eine der ersten Zeitschriften des Hauses in Farbe statt schwarz-weiß erhältlich.

1962

Der Heinrich Bauer Verlag wird in eine Kommanditgesellschaft umgewandelt. Heinz Bauer wird Kommanditist.

Die Programmzeitschriften TV Fernsehwoche und Hören und Sehen gehen unter dem Titel tv Hören und Sehen einen gemeinsamen Weg.

1963

Mit Heinz Heinrich Bauer übernimmt die vierte Generation das Steuer des Familienunternehmens. Wichtige Transaktionen kennzeichnen das erste Jahr seiner Geschäftsführung: Der Verlag übernimmt den in Wien ansässigen Zeitschriftenverlag J. Lachner & Co., im Juli wird die Neue Illustrierte von Blankennagel erworben. Außerdem wird der Äquator Verlag, der Vorgänger der AVG Abonnement-Vertriebsgesellschaft, gegründet. Das Tochterunternehmen ist für Werbung und Verwaltung von Zeitschriften anderer Verlage, die ihre Titel hauptsächlich über die Post ausliefern, zuständig.