Die Goldene Feder 2009 Preisträger

Bryan Adams

Die Karriere von Bryan Adams ist ebenso beeindruckend wie vielfältig: Welthits wie „Summer of 69“, zwei Grammy-Awards, drei Oscar- und fünf Golden-Globe-Nominierungen, erfolgreicher Fotograf und Mitbegründer des „Zoo Magazins“. Der gebürtige Kanadier sagt über sich selbst: „Ich bin ein Mensch, der ständig kreativ sein muss.“

Aufgewachsen ist Adams unter anderem in Israel, Portugal und Österreich. Sein Vater war Diplomat, weshalb die Familie häufig den Wohnort wechselte. Schon früh war klar, dass er nicht dem beruflichen Weg seines Vaters und Großvaters folgen würde. Stattdessen begann Adams mit 16 Jahren in verschiedenen Bands zu spielen. Später schloss er sich der Glam-Rock Band „Sweeney Todd“ an, bevor er seine Karriere als Solokünstler fortsetzte.

Bei allen Erfolgen ist Bryan Adams sympathisch und bescheiden geblieben. Er engagiert sich für Hilfsorganisationen wie Live Aid oder Amnesty International. Tom Jacobi schrieb einst über den Künstler: „(Er) ist ein handfester Bursche, der am liebsten alles selbst macht. Starallüren hat er nicht, Bodyguards und sonstige Heilmittel gegen Komplexe braucht er nicht. (…) In der Musik hat er alles erreicht, in der Fotografie ist er auf dem besten Wege dazu.“

 

Christian Berkel

Er ist der wohl bekannteste Kahlkopf in der deutschen Film- und Fernsehwelt – der Schauspieler Christian Berkel. Auch international ist er ein gefragter Mime. So brillierte er bereits unter der Regie von Quentin Tarantino, Spike Lee und überzeugte jüngst an der Seite von Tom Cruise im Bryan-Singer-Film „Operation Walküre“ ein Millionenpublikum.

Der Wunsch, Schauspieler zu werden, stand für Berkel schon früh fest. Auslöser war ein Besuch der Berliner Kammerspiele im Alter von nur sechs Jahren. „Von da an wusste ich, was ich werden wollte“, so der gebürtige Berliner. Mit zehn Jahren habe er den ersten Akt von Faust auswendig gelernt und seinen Stofftieren vorgespielt. Vier Jahre später ging der zweisprachig erzogene Berkel mit seiner Mutter nach Frankreich und nahm neben der Schule ersten Schauspielunterricht. Seine anschließende Ausbildung absolvierte der heute 51-Jährige an der deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin.

Die Faszination an der Schauspielerei ist für Berkel: „Die Verwandlung! Ich liebe es, in fremde Biografien einzutauchen.“ Die weibliche Hauptrolle in seinem privaten Leben spielt Kollegin Andrea Sawatzki. Mit ihr und den beiden gemeinsamen Söhnen lebt er in Berlin.

 

David Garrett

In Aachen geboren, begann David Garrett im Alter von vier Jahren mit dem Geigenspiel. Er debütierte mit zehn, drei Jahre später stand er bei der Deutschen Grammophon unter Vertrag, es folgten Mozart-Konzerte unter Claudio Abbado. Yehudi Menuhin bezeichnete ihn als „größten Violinisten seiner Generation“.

Zweifelsohne war er ein Wunderkind. Doch wollte er wirklich lernen, wofür er bewundert wurde und ging nach New York, um an der Juilliard School zu studieren. Die Studiengebühren verdiente sich Garrett mit Modeljobs und Auftritten in Manhattans U-Bahn-Schächten. Heute mischt er mit Crossover-Interpretationen die Klassik-Szene auf und erntet in ausverkauften Hallen Standing Ovations. Mit dem fehlerfreien Hummelflug von Rimski-Korsakow in 65,26 Sekunden schaffte er es 2008 ins Guinness-Buch der Rekorde. Im selben Jahr wurde er mit dem begehrten Musikpreis Echo ausgezeichnet.

Trotz all seiner Ehrungen bleibt Garrett bescheiden: „Ich habe viel für meinen Erfolg gearbeitet, von klein auf. Ich glaube, wenn man weiß, wie viel Arbeit hinter dem eigenen Erfolg steht, bekommt man ein ganz normales Bewusstsein dafür und betrachtet es nicht als etwas Besonderes.“

 

Dr. Eckart von Hirschhausen

„Glück ist kein Zufall, gib ihm eine Chance“ – die Glücksregel Nummer eins von Dr. Eckart von Hirschhausen. Der gebürtige Frankfurter arbeitete nach Abschluss seines Medizinstudiums zunächst als Kinderneurologe. Nach eineinhalb Jahren kehrte er dem Krankenhaus den Rücken, um sich journalistischen Tätigkeiten sowie dem Kabarett zu widmen.

Mittlerweile ist von Hirschhausen seit über 15 Jahren als Kabarettist, Humortrainer, Redner und Autor in den Medien und auf der Bühne präsent. Die Sachbücher „Die Leber wächst mit ihren Aufgaben“ und sein neuestes Werk „Glück kommt selten allein“ stehen an der Spitze der Bestsellerlisten.

Seine Spezialität: das medizinische Kabarett. Feinsinnig führt er die Zuschauer mit Wortwitz in seiner Bühnensprechstunde durch die Welt der Medizin und erklärt nebenbei, wie jeder seines eigenen Glückes Schmied wird. Dabei sieht sich der promovierte Mediziner weiterhin als Arzt: „Nur, dass ich jetzt anders praktiziere. Auf der Bühne und mit meinen Büchern erreiche ich viel mehr Leute als früher im Krankenhaus.“ 2008 gründete der 41-Jährige die Stiftung „Humor hilft heilen“ zur Unterstützung von Clowns, Ärzten und Pflegepersonal, um die Stimmung in Krankenhäusern froher zu gestalten.

 

Peter Maffay

Mit mehr als 45 Millionen verkauften Tonträgern, bis zu 700.000 Zuschauern pro Tournee und 13 Alben auf Platz eins der Charts ist Peter Maffay seit rund vier Jahrzehnten einer der erfolgreichsten Deutschrocker. Seine beeindruckende Karriere begann 1969 mit der Veröffentlichung seiner ersten Single „Du“, die sich 30 Wochen in den Hitparaden hielt. Mit dem Drachen-Märchen „Tabaluga“ hat der heute 59-Jährige auch das ganz junge Publikum erobert. Die Geschichte erfuhr mehrere Fortsetzungen, erschien als Buch und wurde als Musical auf die Bühne gebracht. Neben der Musik zählt soziales Engagement zu den größten Herzensangelegenheiten des gebürtigen Rumänen. Mit seiner eigenen Stiftung sammelt er seit Jahren Geld zugunsten traumatisierter Kinder aus aller Welt. Er selbst sagt: „Man kann nicht von einer besseren Welt singen und die Realität, die für Kinder oft schmerzlich ist, unverändert lassen.“ Parallel initiiert Maffay seit 2005 gemeinsam mit internationalen Kollegen das Projekt „Begegnungen“, ein Netzwerk zugunsten internationaler Kinderhilfsprojekte. Für seine musikalischen Erfolge sowie sein politisches und karitatives Engagement erhielt der Künstler zahlreiche Auszeichnungen.